Willkommen in Poppelsdorf
Willkommen in Poppelsdorf
Zeitabschnitt Historisches Ereignis
  1. Archiv Förderverein Poppelsdorfer Geschichte e.V.
Bücher und Bildbände
  1. „Bonn-Poppelsdorf“, W. Alt, H. Faber, C. Kleist, H. Uessem, Sutton-Verlag, 2005
  2. „Bonn, Ein verlorenes Stadtbild“, L. Schenkelberg & K. Tiesel, Wartberg Verlag, 1993
  3. „Bonn“, H. Sieber & R. Hawranke, Verlag Wolfgang Weidlich Frankfurt, 3. Aufl., 1977
  4. „Bonn-Poppelsdorf in Karte und Bild“, B.v.d. Dollen, Hrsg. Landeskonservator Rheinland, Rheinland-Verlag, 1979
Internetportale uns Institutionen
  1. Bonner Stadtmuseum
  2. Bonner Stadtchronik
  3. Bonner Stadtarchiv
  4. kaffeetraditionsverein.de zur Familie und Firma Zuntz.
  5. Poppelsdorf.de, K.-H. Kron
  6. Wikipedia.de
um 100 Grundriss des römischen Umgangstempels: (c) Foto/Grafik: Ulrich Mania/Uni BonnBei Ausgrabungen auf dem Campus Poppelsdorf wird ein gallo-römischer Umgangstempel aus 100 n. Chr. gefunden.
um 1000 Poppelsdorf, ursprünglich eine fränkische Gründung vor 1000 („Dorf des Pupil„) zwischen den beiden keltischen Nachbarorten Kessenich und Endenich, wird namentlich zum ersten Male unter dem Namen Popelsdorp“ in den Güterverzeichnissen des Cassiusstiftes erwähnt. Entlang der Melb – von mel-up: lehmiges Wasser – gab es mehrere Mühlen und im Oberdorf einen Fronhof. Der Ort hat sich als kleine Straßenkreuzsiedlung am Ausgang des Melbtals nahe einer mittelalterlichen Wasserburg entwickelt.
1149 – 1166 Merian-Karte 1650Zwischen 1149 und 1166 schenkt der Probst des Bonner Cassiusstiftes, Gerhard von Are (1126-1169), diesem umfangreiche Ländereien in Poppelsdorf. Gleichzeitig legt er durch Neuerwerbungen in Endenich den Grundstein für die spätere probsteiliche Herrlichkeit Endenich oder Poppelsdorf, zu der außer der beiden genannten Dörfern auch noch Ippendorf […] gehört. […] Ursprünglich besaß das Cassiusstift auch die Burg Poppelsdorf. Sie allein – also ohne das Dorf – wird 1342vom Kölner Erzbischof erworben, der damit seine Bonner Position ausbaut. (Quelle 5).

 

ca.
1180
Erbauung der Poppelsdorfer Wasserburg: Probst Gerhard von Are findet man in den Geschichtsbüchern als ersten Besitzer der Burg. Dieser verschenkt den „befestigten Wirtschaftshof“ an die Stiftsherren von St. Cassius. Diese sind jedoch nicht lange im Besitz der Burg, da sie ihnen 1313 vom Bonner Probst Heinrich von Virneburg abgekauft wird. Dieser kann jedoch nicht genug Finanzmittel für den Unterhalt aufbringen, sodass er sie an den Kölner Erzbischof Walram von Jülichverkaufen muss.

 

1244 Bonn erhält Stadtmauern und Stadtfreiheit unter Erzbischof Konrad Are von Hochstaden (* um 1205; † 28. September 1261). Auszug aus der Bonner Stadtchronik: »So waren die Einwohner froh, als 1244 der Erzbischof Konrad von Hochstaden ihnen befahl, die bisher ungeschützte Siedlung mit einer Stadtmauer zu befestigen, und Bonn seine alten Rechte bestätigte.«

 

1256 Bonn wird Mitglied des Rheinischen Städtebundes.
1288 Schlacht bei Worringen: Große Bedeutung für die weitere Entwicklung der Stadt hat der Ausgang der Schlacht bei Worringen im Jahr 1288. Die Kölner Kurfürsten machen neben Bonn und Brühl auch Poppelsdorf zu einem ihrer Wohnsitze und Bonn schließlich zu ihrer Residenz. Die von den Kurfürsten im 17. und 18. Jahrhundert erbauten prunkvollen Bauten verleihen der Stadt ihren barocken Glanz. Mit der Besetzung durch französische Truppen endet 1794diese Epoche.

 

1342 Der Kölner Erzbischof Walram von Jülich erwirbt die zweiteilige Wasserburg Poppelsdorf, die ehemals dem Cassiusstift gehörte, durch Kauf. Später baut sie der Kurfürst Ruprecht von der Pfalz zur Festung aus.
1525 Die Kurkölsche Kanzlei wird endgültig nach Bonn/Poppelsdorf verlegt. Die Burg Poppelsdorf wird für Jahrzehnte Verwaltungssitz des Kurstaates Köln.
1569 Peter von Kempis, Amtmann zu Godesberg und Mehlem, Kanzler der Bistümer Hildesheim und Paderborn, ist Besitzer der Sternenburg, die wahrscheinlich im 15. Jahrhundert erbaut wurde.
1583 – 1588 Im Truchsessischen Krieg (1583-1588) wird die Poppelsdorfer Burg teilweise zerstörtIm Truchsessischen Krieg (1583-1588) wird die Poppelsdorfer Burg teilweise zerstört. Der Krieg vereitelt den Versuch, das Erzbistum Köln in ein erbliches, protestantisches Herzogtum zu verwandeln.

 

1610 Die Katzenburg wird erstmals erwähnt.
1709 Erste Herstellung von Porzellan in Europa. 1755 beginnt man auch in Poppelsdorf mit dem Versuch der Produktion.
1715 Poppelsdorfer SchlossKurfürst Joseph Clemens von Bayern beginnt mit dem Bau des Poppelsdorfer Schlosses auf dem Gelände der ehemaligen Wasserburg. Damit beginnt auch der Zuzug bedeutender Familien nach Poppelsdorf u.a. Lenné, Leydel (Peter Joseph Leydel (1798 – 1845), seit 1830 Bonner Universitätsarchitekt, sollte einige Jahre später die Entwürfe für den Bau der Bonner Sternwarte liefern, die dann von Karl Friedrich Schinkel überarbeitet wurden. Er war ein Sohn von Michael Leydel, dem Architekten der Godesberger Redoute).
Eine Schule wird in Poppelsdorf bezeugt.

 

1730 Kurfürst Clemens August von Bayern setzt den Bau des Poppelsdorfer Schlosses fort.

 

1745 – 1755 Poppelsdorfer AlleeKurfürst Clemens August lässt die Poppelsdorfer Allee anlegen. Bereits Mitte des 17. Jahrhunderts gab es mit Linden bestandenen Fuhrweg an der Stelle der späteren Allee. Die Idee zur Anlage der
eigentlichen Poppelsdorfer Allee stammte dann von Kurfürst Joseph Clemens, der eine prachtvolle Blickachse zwischen seinem Stadt- und Landschloss wünschte […]. Die ursprüngliche Planung sah einen Bootskanal in der Mitte der Allee vor, dies wurde jedoch aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht. Stattdessen entstand die
Allee unter dem nächsten Kurfürsten Clemens August im Wesentlichen in der gleichen Form […]. Dabei diente die Kreuzbergkirche als Zielpunkt der Blickachse, was jedoch nicht genau eingehalten werden konnte, da sich das Cassius-Stift weigerte, einige den Blick behindernde Häuser abzutreten.

 

1746 Kurfürst Clemens August weiht die Schlosskapelle und ordnet die erste Poppelsdorfer Kirmes an. Zur gleichen Zeit wird mit dem Bau der Heilige Stiege auf dem Kreuzberg begonnen (vollendet 1751). Ebenso 1746 erwirbt der kurfürstliche Bauintendant Graf August Wilhelm von Wolff-Metternich die Sternenburg und lässt sie zu einem Rokokoschlösschen umbauen.

 

1750 WasserträgerPeter Blenz, der kurfürstliche Wasserträger (ihm obliegt die Wasserversorgung des Schlosses), erhält ein Haus in der heutigen Clemens-August-Str. 13.
1751 chronik-kreuzbergFertigstellung der Heiligen Stiege auf dem Kreuzberg durch Balthasar Neumann.
1755 1755 wird von Kurfürst Clemens August in der Katzenburg die Poppelsdorfer Faience Fabrique gegründet. Ziel ist die Herstellung von Porzellan, wie es in Europa erst seit 1709 hergestellt wird. Dies gelingt jedoch nicht, so dass sich die Produktion vorerst auf Steingut und graue Fayencen beschränkt.
1775 Am 9. Mai findet nach 25jähriger Unterbrechung wieder ein Bannbegang statt.
1794 Besetzung durch französische Truppen.
1800 Poppelsdorf wird Bürgermeisterei für die Orte Endenich, Kessenich, Dottendorf, Lengsdorf, Duisdorf, Ippendorf, Oedekoven, Röttgen und Ückesdorf. Ebenfalls 1800 wird der neu angelegte Friedhof am Hang des
Kreuzberges in Heimlichkeit geweiht, obwohl er bereits zwei Jahre vorher eingerichtet worden war.
1812 Poppelsdorfer KapelleAls Ersatz für die baufällig gewordene erste Kapelle wird aus den Resten der eingestürzten Martinskirche in Bonn am heutigen Poppelsdorfer Platz eine neue Kapelle erbaut.
1816 Nach den Wirren der französichen Revolution wird Poppelsdorf selbstständige Gemeinde und gehört zu Preussen. Poppelsdorf zählt zu dieser Zeit 136 Einwohner.
1818 Das Poppelsdorfer Schloss, nun in preussischem Besitz, wird Universitätsinstitut. Damit wächst auch der campus poppelsdorf. Der ehemalige Schlossgarten wird Botanischer Garten.
1823 Ludwig Wessel übernimmt die Poppelsdorfer Faience Fabrique und firmiert als „Porzellan- und Steingutfabrik Ludwig Wessel“. Das Werksgelände befindet sich im Süden Poppelsdorfs an der heutigen Clemens-August-Straße, Carl-Troll-Straße und Katzenburgweg. Zusammen mit den anderen Keramikfabriken gehört Wessels Unternehmen Mitte des 19. Jahrhunderts zu den wichtigsten Triebkräften der Industrialisierung und größten Arbeitgebern in Bonn und Umgebung. Die erste Dampfmaschine wird 1830 installiert. 1889 wurde eine
Bahnanbindung vom Firmengelände zum Bonner Güterbahnhof errichtet und 1890 in Betrieb genommen, die sogenannte Wesselbahn. Die 1880 bei Witterschlick entdeckten Blauton-Vorkommen waren ein wichtiger Rohstoff für Wessels Produktion und konnten so über die Voreifelbahn erschlossen werden.
1833 Johann Heinrich Cassel wird Bürgermeister von Poppelsdorf und bleibt es 30 Jahre lang (Casselsruhe) im Amt.
1846 Landwirtschaftliche AkademieGründung der Königlich Höheren Lehranstalt an der Meckenheimer Allee (heute landw. Fakultät).
1849 Gründung des Männergesangvereins „Liederkranz“.
1861 Das neue Schulgebäude am Kessenicher Weg (heute Sternenburgstr. 23) wird eingeweiht.
1863 Der Rat der Stadt Bonn lehnt den Antrag Poppelsdorfs auf Eingemeindung ab. Grund: Der Ort sei zu arm.
1876 Schreibwarenfabrik Friedrich SoenneckenFriedrich Soennecken verlegt seinen Schriftenverlag von Remscheid nach Bonn und beginnt mit dem Aufbau seiner Schreibwarenfabrik an der Kirschallee.
Wilhelm Bennauer wird letzter Bürgermeister und der Bau der jüdischen Synagoge wird begonnen.
1888 St. SebastianGrundsteinlegung zur St. Sebastianuskirche in der Kirschallee.
1889 Gründung der ev. Schule an der Rehfuesstraße (später Soenneckenschule, heute Johannesschule).
1891 Poppelsdorf wird selbständige Pfarrei.
1892 Marienhospital Einweihung des St. Marienhospitals.
1896 chronik-rathaus-poppelsdorfDas Rathaus an der Kirschallee, ist fertig. Bürgermeister: Wilhelm Bennauer.
1901 Grundsteinlegung der evangelischen Lutherkirche.
1902 Synagoge BennauerstraßeEinweihung der Synagoge an der Bennauerstraße.
1903 Enthüllung des Kekulé-Denkmals.
1904 Evangelische LutherkirchePoppelsdorf wird mit 8.600 Einwohnern und 16 Morgen Weinbergen der Stadt Bonn eingemeindet.
Vollendung der Lutherkirche.
1908 chronik-sternenburgAbriss der Sternenburg.
1909 St. SebastianuskircheTurmbau der St. Sebastianuskirche wird fertiggestellt.
1926 Großbrand bei der Firma Wessel.
Gründung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Poppelsdorf.
1930 Gründung der Poppelsdorfer Kolpingsfamilie.
1932 Gründung der „Närrischen Gesellen“ in der Kolpingsfamilie Poppelsdorf.
1934 Der kommunistische Abgeordnete Otto Renois wird von den Nazis angeblich auf der Flucht erschossen.
1938 09.11.1938: Die Syanoge brennt (wie die übrigen Bonner Synagogen auch) im Zuge der „Pogromnacht“ ab.
1945 Das Poppelsdorfer Schloss wird bei einem Luftangriff nahezu vollständig zerstört.
Am 08. März rücken die Amerikaner ein.
Am 23. Juli wird der Schulunterricht wieder aufgenommen (Schulhaus an der Sternenburgstraße).
1946 Erste Untersuchungen über den Ausbau der Reuterstraße.
1951 Größere Siedlungen entstehen auf dem Venusberg.
Ausbau der Uni-Kliniken.
1959 Das Schloss ist weitgehend wiederhergestellt.
1970 Abbruch der Wesselwerke.
Beginn der Sanierung der Clemens-August-Straße.
1973 Soennecken schließt das letzte Werk Soenneckenfeld.
Union-Theater (Kino) macht dicht.
1980 Selige Witwe ZuntzFa. Zuntz schließt ihre Kaffeerösterei in Bonn.
Wiederaufbau der Clemens-August-Straße, das erste Poppelsdorfer Straßenfest des Ortsbundes (Zusammenschluß der Poppelsdorfer Vereine und Gruppierungen) findet statt.
1989 Die Neu-Bebauung der Clemens-August-Straße ist abgeschlossen.
1997 Gründung des Fördervereins Poppelsdorfer
Geschichte e.V.
.
2000 300. Geburtstag des Kurfüsten Clemens-August, * 17. August 1700 in Brüssel. Große Festlichkeit im Poppelsdorfer Schloß.
2004 Poppelsdorf feiert den 100. Jahrestag der Eingemeindung nach Bonn.

2010

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Josef Ruland

10. Todestag des Poppelsdorfer Heimatforschers Dr. Josef Ruland.
200. Geburtstage der Dichterin und Musikerin Johanna Kinkel.
Clemens-August-Schule (Grundschule) in der Sternenburgstraße feiert die 150-Jahrfeier zur Grundsteinlegung.
30. Poppelsdorfer Straßenfest.

2021 Poppelsdorf feiert 275 Jahre Poppelsdorfer Kirmes mit einem Festjahr von Juli 2021 bis Juli 2022
   
   

Kirche St. Sebastian gesperrt! 

Leider müssen sowohl unsere Kirche St. Sebastian, als auch die Zugänge der Kirche ab heute, Freitag den 20. August, kurzfristig, aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres gesperrt werden. Eine Untersuchung hat festgestellt, dass vor allem das Kreuz und der Kirchturm unerwartet Sicherheitsmängel aufweisen.

Aus diesem Grund müssen leider auch sämtliche Gottesdienste an diesem Wochenende in St. Sebastian ausfallen. Zum Gottesdienstbesuch verweisen wir auf die Kirchen in der Nachbarschaft und im Pfarrverband.

Wir werden in den kommenden Tagen nach Ausweichmöglichkeiten für die Gottesdienste am Wochenende suchen, können aber schon jetzt darauf hinweisen, dass die WERKTAGSMESSEN im Pfarrsaal, Zugang Sternenburgstraße 27, stattfinden werden.

Auch uns hat diese Information heute aus heiterem Himmel getroffen. Die Sicherheit der Gottesdienstbesucher aber macht diesen Schritt unbedingt notwendig. Im Laufe der nächsten Woche werden wir hier, wie auch im Pfarrbüro und auf der Homepage weitere Informationen zum Verlauf der Sanierungsarbeiten geben können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis, Ihr

Pastor Bernd Kemmerling

 

Kein Straßenfest 2021

 

Auch in diesem Jahr muss das Poppelsdorfer Straßenfest leider coronabedingt ausfallen. Freuen wir uns auf 2022!

Zum 275. Jahresjubiläum der Poppelsdorfer Kirmes präsentiert der Förderverein Poppelsdorfer Geschichte in Zusammenarbeit mit der Kolpingsfamilie Poppelsdorf, den Poppelsdorfer Karreschubsern und der Pfarrgemeinde St. Sebastian in den Sommerwochen eine ‘Bildergalerie‘ auf 7 Stelen entlang der Clemens-August-Straße (Kurator: Dr. Michael Faber).

 

Diese Bildergalerie bildet den Auftakt für das Festjahr von Juli 21 bis Juli 22. Lassen Sie sich überraschen :-) !

poppelsdorf.de wird Ihnen zur Verfügung gestellt von Ihrer Kolpingsfamilie Poppelsdorf

Redaktion: Karl-Heinz Kron

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