Willkommen in Poppelsdorf
Willkommen in Poppelsdorf

Rehfuesstraße

Kindergarten der Franziskanerinnen (1907)War es ein Witzbold oder ein Opfer der neuen Rechtschreibreform, der Schildermacher, besser der Verfasser von Straßenschildern, der vor etwa zwei Jahren den Poppelsdorfern ein Ersatzschild für die Rehfuesstraße, besser bekannt als „Rehfuesgässchen“, bescherte mit der Formulierung: „Rehfußstraße“? Schreibe, wie du richtig sprichst, so hatte er wohl einmal gelernt. Ein findiger Bildreporter unserer Tageszeitung griff diesen Verschreiber witzig auf. Bald war das Straßenschild richtig ersetzt.

Wer war dieser Rehfues, der dieser doch etwas abgelegenen Straße seinen Namen hergab? Und wenn wir am Ende dieser Geschichte sind, dann werden viele der Leser einverstanden sein: Dieser Mann hätte eine Straße verdient, ganz dicht an unserer Universität. Denn die Lebensgeschichte des Philipp Joseph von Rehfues ist sehr eng mit unserer Bonner Universität und auch Poppelsdorf verknüpft. Nach Aufenthalten in Italien und Studien in Theologie und Literatur begegnete der damals noch nicht geadelte Philipp Joseph Rehfues einflussreichen preußischen Politikern, darunter dem Freiherrn vom Stein, dem Architekten Schinkel und dem Naturforscher von Humboldt. Auch die Streitschriften des Rehfues gegen Napoleon trugen ihm die Sympathie der Preußen ein. Und als das Rheinland nach 1814 von Napoleon frei war und zu Preußen kam, hatte man ihn zum Kreisdirektor von Bonn ernannt.philipp-joseph-rehfues Aus dieser Position heraus verfasste er damals die Denkschrift „Ansprüche und Hoffnungen der Stadt Bonn vor dem Thron ihres künftigen Beherrscher niedergelegt“. Darin warb er darum, doch Bonn zur Stadt der zukünftigen Rheinischen Universität zu machen. Als letzte Gegenkandidatin agierte noch die Nachbarstadt Köln, musste aber schließlich hinter Bonn zurückstehen. Am 18. Oktober 1818 unterschrieb der damalige preußische König die Stiftungsurkunde. Deshalb heißt unsere Alma Mater Friedrich-Wilhelms-Universität. Der erste Kurator der neuen Universität wurde der damalige Oberpräsident der Rheinprovinz, Graf zu Solms-Laubach. Doch die eigentliche Arbeit machte der Kreisdirektor Rehfues. Inzwischen hatte er nämlich geheiratet und eine gute Partie gemacht, eine vermögende Baronesse von Meusebach, die ausgedehnte Ländereien im Siebengebirge und Römlinghoven mit in die Ehe brachte. So wurde dem Antrag auf Adel bald stattgegeben. 1819 wurde von Rehfues offiziell Universitäts-Kurator. Unter seiner Begleitung wuchs die neue Universität bald heran, von zunächst zwölf Professoren und 47 Studenten auf nach zwei Jahren 36 Professoren und 626 Studenten.

Tondo von Hermann Heidel am Grabstein des Schriftstellers Philipp Joseph Rehfues, auf dem Alten Friedhof BonnSpätere Jahre brachten jedoch auch Schwierigkeiten. Es gab die Demagogenverfolgung mit dem Verbot der Burschenschaften. Über von Rehfues wird berichtet, er habe mit väterlicher Strenge und verständnisvoller Nachsicht immer wieder für studienfördernde Ruhe und Ordnung gesorgt. Er überstand unbeschadet auch Skandale, die sich zwischen einzelnen Fakultäten entwickelten, bis er sich selbst ein Bein stellte. Durch literarische Werke rief der den Zorn vor allem aus Kreisen des katholischen Klerus hervor. Leider hatte er keinen einflussreichen Fürsprecher in den preußischen Ministerien mehr, sie waren inzwischen gestorben. So ließ man ihn fallen und entließ ihn kurzerhand 1842 aus dem Amt des Kurators. Er zog sich resigniert aufs Gut seiner Frau in Römlinghoven zurück, wartete vergebens dort auf eine Verwendung als preußischer Gesandter in Rom. 1843 starb er an einem Magenleiden. Seine Begräbnisstätte ist auf dem Alten Friedhof zu sehen, ein anrührendes Denkmal von Einsamkeit in der Zweisamkeit.

Helmut Uessem

Kirche St. Sebastian gesperrt! 

Leider müssen sowohl unsere Kirche St. Sebastian, als auch die Zugänge der Kirche ab heute, Freitag den 20. August, kurzfristig, aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres gesperrt werden. Eine Untersuchung hat festgestellt, dass vor allem das Kreuz und der Kirchturm unerwartet Sicherheitsmängel aufweisen.

Aus diesem Grund müssen leider auch sämtliche Gottesdienste an diesem Wochenende in St. Sebastian ausfallen. Zum Gottesdienstbesuch verweisen wir auf die Kirchen in der Nachbarschaft und im Pfarrverband.

Wir werden in den kommenden Tagen nach Ausweichmöglichkeiten für die Gottesdienste am Wochenende suchen, können aber schon jetzt darauf hinweisen, dass die WERKTAGSMESSEN im Pfarrsaal, Zugang Sternenburgstraße 27, stattfinden werden.

Auch uns hat diese Information heute aus heiterem Himmel getroffen. Die Sicherheit der Gottesdienstbesucher aber macht diesen Schritt unbedingt notwendig. Im Laufe der nächsten Woche werden wir hier, wie auch im Pfarrbüro und auf der Homepage weitere Informationen zum Verlauf der Sanierungsarbeiten geben können.

Mit der Bitte um Ihr Verständnis, Ihr

Pastor Bernd Kemmerling

 

Kein Straßenfest 2021

 

Auch in diesem Jahr muss das Poppelsdorfer Straßenfest leider coronabedingt ausfallen. Freuen wir uns auf 2022!

Zum 275. Jahresjubiläum der Poppelsdorfer Kirmes präsentiert der Förderverein Poppelsdorfer Geschichte in Zusammenarbeit mit der Kolpingsfamilie Poppelsdorf, den Poppelsdorfer Karreschubsern und der Pfarrgemeinde St. Sebastian in den Sommerwochen eine ‘Bildergalerie‘ auf 7 Stelen entlang der Clemens-August-Straße (Kurator: Dr. Michael Faber).

 

Diese Bildergalerie bildet den Auftakt für das Festjahr von Juli 21 bis Juli 22. Lassen Sie sich überraschen :-) !

poppelsdorf.de wird Ihnen zur Verfügung gestellt von Ihrer Kolpingsfamilie Poppelsdorf

Redaktion: Karl-Heinz Kron

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